Archiv für Mai 2010

PostHeaderIcon Der erste Lebensmonat: Das alles kann ihr Baby

Endlich Eltern! In den letzten Wochen und Monaten haben Sie den Augenblick, Ihr Baby in den Armen halten zu können, von ganzem Herzen herbeigesehnt, und nun ist es so weit: Ihr Sprössling ist geboren und bereit, die Welt zu erkunden. In den ersten Lebensmonaten eines Babys passiert sehr viel, die Sinne arbeiten von der ersten Sekunde an und die Entwicklung geht enorm rasch voran, auch wenn es für Erwachsene oft nicht so den Anschein macht.

baby süss mit ipod

Wir haben für Sie einige Richtlinien aufgestellt, die Ihnen zeigen, was Sie von Ihrem Baby im ersten Monat erwarten können. Aber eins vorweg: Jeder Mensch ist verschieden und hat sein eigenes Tempo, das gilt auch für die Kleinsten unter uns. Sollten Sie aber dennoch beunruhigt sein, dann konsultieren Sie einen Facharzt und fragen um Rat.

Ein Neugeborenes hat ab der ersten Sekunde schon so einiges an Fertigkeiten zu bieten: Der Saug-Schluckreflex hilft ihm, Nahrungsquellen zu finden und zu Überleben. Auch der Klammer- und Greifreflex ist bereist im ersten Monat sehr stark ausgeprägt: Alles, was dem Baby in die Hände kommt, wird festgehalten und umklammert.

Die Nackenmuskulatur ist in den ersten Wochen noch sehr schwach. Ohne Hilfe fällt der Kopf nach hinten. Aber gegen Ende des ersten Monats kann es in Bauchlage den Kopf kurz anheben und ihn auf die andere Seite legen. Wenn das Kind hungrig ist, dann bewegt es ebenfalls suchend den Kopf.

Die allgemeine Körperhaltung des Neugeborenen erinnert an einen Embryo: Der Körper ist zusammengekauert, die Arme und Beine sind zum Körper gebeugt und der Kopf zeigt meist in eine bevorzugte Richtung.

Riechen ist schon ab der 24. Schwangerschaftswoche möglich: Da kann der Fötus Gerüche im Fruchtwasser erkennen. Bei Geburt ist der Riechsinn vollkommen ausgebildet, das Baby erkennt die Mutter am Geruch und findet durch Riechen – und Tasten – die „Futterquelle“ Brustwarze.

Der Sehsinn eines Neugeborenen ist noch nicht ganz ausgeschärft, aber im Abstand von rund 20 Zentimetern kann es deutlich sehen. Nach rund zwei Wochen unterscheidet das Baby zwischen Mama und Papa. Gegenstände, die weiter entfernt sind, nimmt das Baby nur als dunkle unscharfe Schatten wahr.

Generell sind bunte Flächen beliebter als graue. Die Farbe Rot hat eine besondere Anziehungskraft für Säuglinge.

Bereits nach drei Tagen reagiert das Neugeborene auf Sprache, es erkennt die Stimme der Mama.

Ende der dritten Woche dreht es seinen Kopf in Richtung des Sprechers. Bereits mit vier Wochen reagiert es aktiv auf die Stimme der anderen: Das Baby wird ruhig, wenn man es mit ruhiger, sanfter Stimme anspricht. Bei lauter, schriller Stimme verhält sich das Baby sichtlich unruhig. Ist eine weitere Woche vergangen, dann kann man sich schon mit dem Baby „unterhalten“: Es „antwortet“ Ihnen.

Auch das Schmecken funktioniert bereits im ersten Monat: Babys lieben Süßes, aber Saures und Bitteres wird abgelehnt und ausgespuckt.

Die Haut ist das am stärksten ausgeprägte Sinnesorgan eines Neugeborenen. Es „erfühlt“ die Umwelt regelrecht. Ein regelmäßiges, gleichmäßig ruhiges, sanftes Streicheln hilft dem Baby, sich wohl und geborgen zu fühlen.

Trotz aller Entwicklung verbringt das Kind die meiste Zeit mit Schlafen, unabhängig von Tages- und Nachtzeit. Wach wird es, wenn es hungrig wird und es beginnt zu schreien, um sich bemerkbar zu machen. Das Baby teilt Ihnen durch Schreien auch mit, wenn es sich unwohl fühlt.