Archiv für Juli 2010
Stillzeit – Do´s und Dont´s
Die Zeit, in der die frischgebackenen Mütter ihr Baby stillen, ist von ganz besonderer, einzigartiger Nähe und Wärme zwischen den Beiden gezeichnet.
Ebenso wie bei der Schwangerschaft gibt es auch in der Stillzeit einige Regeln, die man als Mutter beachten sollte, damit man für das Baby und sich selbst das Beste aus dieser innigen Zeit herausholen kann.

Einen speziellen Ernährungsplan für Stillende gibt es nicht. Diäten, um möglichst schnell wieder zum Gewicht vor der Schwangerschaft zu kommen, sind in dieser Zeit generell fehl am Platz. Ein knurrender Magen und eine energiereiche Versorgung für Mutter und Kind schließen sich gegenseitig aus. Essen Sie einfach ausgewogen, vollwertig und ernährungsbewusst und heben Sie sich das Abnehmen für die Zeit nach dem Stillen auf, falls nötig.
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Alkohol und Rauchen während der Schwangerschaft sorgen immer wieder für Diskussion.
Inzwischen stimmen die meisten Experten darüber ein, dass ein Glas Wein, Bier oder Sekt schon mal erlaubt ist – aber der Regelfall sollte es nicht werden, sondern sich auf Ausnahmefälle beschränken. Darauf zu achten ist, dass sie den Alkohol kurz nach dem Stillen zu sich nehmen, damit der meiste Alkohol bis zur nächsten Stillmahlzeit wieder abgebaut werden kann.
Kein grünes Licht für Raucherinnen: Die Schadstoffe gehen über die Muttermilch in das Baby über und auch nur wenige Zigaretten am Tag verschlechtern die Milchproduktion. Stillen und Rauchen kann bei Ihrem Baby Erbrechen, Unruhe, Kreislaufstörungen und Durchfall hervorrufen. Vermeiden Sie auch generell verrauchte Räumlichkeiten.
Auch Kaffee und Tee sind ein Steckenpferd während des Stillens, da sie aufputschend und anregend auf Ihr Baby wirken kann. In diesem Fall verzichten Sie auf koffeinreichen Kaffee oder Tee und gewöhnen Sie sich an Kräuter- oder Früchtetees.
Abgesehen davon gibt es keine prinzipiellen Nahrungsverbote für Stillende, dennoch ist bei manchen Lebensmitteln Vorsicht geboten. Darüber gibt es aber keine allgemeingültige Liste, sondern es ist von Baby zu Baby verschieden.
Einige Babys vertragen es nicht, wenn die Mutter während des Stillens scharfe Nahrung, Knoblauch oder Zitrusfrüchte zu sich nimmt. Dies kann sich zum Beispiel durch Hautrötungen zeigen. Am besten finden Sie heraus, was Ihrem Baby gut tut, wenn Sie mit einer kleinen Menge beginnen und je nach Reaktion nach Belieben erhöhen oder das Nahrungsmittel eben ganz weglassen. Ebenso verhält es sich mit blähenden Speisen wie Erbsen, Linsen, Zwiebeln, Blumenkohl, Rotkraut, Weißkohl oder frischem Brot. Guter Rat ist immer willkommen, aber lassen Sie sich nicht zu viel reinreden und probieren Sie einfach aus.
Stillen und Sport sind gute Partner, wenn man es richtig macht. Die sportliche Aktivität sollte ohne Überbelastung und wenn möglich regelmäßig gemacht werden. Besonders positiv wirken sich Rückbildungsgymnastik als gezieltes Muskeltraining und Laufen oder Radeln als Kreislauftraining aus.
Auf Ihren Lieblingssport müssen Stillende nicht verzichten, auch wenn es sich zum Beispiel um Joggen handelt. Achten Sie aber generell darauf, dass Sie die Brust nach schweißtreibendem Sport seifenfrei waschen und ein gut stützender Sport-BH die Brust vor Reibung und Erschütterung schützt.