Wie heißt es denn? – Hilfe bei der Suche nach einem (ausgefallenen) Vornamen
Die Ankündigung von Nachwuchs ist für viele Paare mit einer der schönsten Tage in Ihrem Leben und der gemeinsamen Partnerschaft. Man entschließt sich gemeinsam zu einem Kind, welches umsorgt werden möchte und das Paar sehr lange voll beanspruchen wird. Dies stärkt die Bindung untereinander. Doch wie soll das kleine Glück nun bitte heißen?
Das deutsche Namensrecht
Dabei setzt einem das deutsche Namensrecht nicht viele Hürden. Verboten sind abwertende Namen wie Störenfried, Markennamen wie McDonald oder Namen von historisch negativ aufgefallenen Personen. Wichtig bei der Namensgebung ist die eindeutige Geschlechterbestimmung. Aus dem Vornamen muss sich eindeutig das Geschlecht der Person ableiten lassen. Sollten Sie also vorhaben, einen Namen zu wählen, den sowohl Junge als auch Mädchen tragen kann, müssen Sie diesen um einen Zweitnamen ergänzen.
Einfluss des Namens auf die Lebensqualität
Erst kürzlich hat die Partnervermittlung eDarling eine Studie veröffentlicht, in der die Auswirkungen des Vornamens auf die Chancen bei der Partnersuche untersucht wurden. Dabei kam man zu einem verblüffenden Ergebnis: Allein der falsche Vorname kann einem gravierende Nachteile im Leben bringen. So sinken die Chancen für Personen mit den Namen Kevin, Angelina, Sandy, Chantal oder Nico stark.
Verhaltensauffällige Kevins und Chantals ?
Die Lehramtsabsolventin Julia Kube, 24, hat den Einfluss von Vornamen auf die Beurteilung der Lehrer untersucht und kam zum interessanten Ergebnis, dass Lehrer teilweise große Vorteile gegenüber bestimme Namen hegen und sich dessen nicht mal bewusst sind. So wurden die Namen Chantal, Justin, Dennis, Marvin oder Jaquelin von vielen Lehrern assoziiert mit Verhaltensauffälligkeit und mangelnden Leistungen. Das Schlusslicht bilden sie aber nicht. Dort findet sich erneut der Name Kevin, der von einer der Teilnehmerinnen mit dem mittlerweile bekannten Zitat „Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose“ beschrieben wurde.
Die beliebtesten Jungen- und Mädchennamen
Unter den beliebtesten Vornamen des Jahres 2010 finden sich u.a populäre Vertreter wie Leon, Hannah oder Anna. Aber es gibt auch die eine oder andere Überraschung zu entdecken. So war der beliebteste Mädchenname im Jahr 2010 nicht etwa Lena, sondern Mia. Und auch etwas seltenere Vornamen wie Neele, Leni, Elias oder Noah sind im Jahre 2010 unter den Top-Platzierungen vertreten. Eine Statistik zu den unbeliebtesten Vornamen gibt es so nicht. Doch haben einige Studien den Effekt von Vornamen auf andere Personen untersucht und interessante Ergebnisse erzielt.
Eigentlich ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft, dass von einem bloßen Namen auf Verhalten und soziale Schicht geschlossen wird.